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Arzneimittel im Sommer richtig aufbewahren und transportieren

18.06.2025

ca. 5 min

Arzneimittel im Sommer richtig aufbewahren und transportieren

Mit steigenden Temperaturen im Sommer stellt sich oft die Frage, wie Medikamente sicher gelagert und transportiert werden können. Viele Arzneimittel sind empfindlich gegenüber Hitze – aber auch Kälte kann problematisch sein. Eine unsachgemäße Lagerung kann dazu führen, dass Medikamente ihre Wirksamkeit verlieren oder sogar gesundheitsschädlich werden. Umso wichtiger ist es, die richtigen Maßnahmen zu kennen und anzuwenden.

Temperaturempfindliche Arzneiformen

Besonders empfindlich sind Medikamente wie Insulin, Zäpfchen und Salben. Insulin verliert bei Temperaturen über 9 °C allmählich seine Wirkung, was für Menschen mit Diabetes ernsthafte Folgen haben kann. Die Aufbewahrung sollte nicht länger als vier Wochen bei Temperaturen bis 25 °C dauern.

Zäpfchen können schmelzen und dadurch unbrauchbar werden. Diese Schädigung ist leicht erkennbar.

Auch Salben verändern bei großer Hitze oder starker Kälte ihre Konsistenz, was die gleichmäßige Wirkstoffverteilung beeinträchtigen kann. Setzen sich wässrige oder ölige Phasen ab, sind Salben oder Cremes „zerfallen“.

Solche Arzneiformen sollten stets gemäß den Angaben auf der Verpackung und dem Beipackzettel gelagert werden – meist bedeutet das: kühl (nicht immer im Kühlschrank!), trocken und vor Licht geschützt.

Lagerung zu Hause

Im Haushalt ist es ratsam, Arzneimittel nicht im Badezimmer oder in der Küche aufzubewahren, da hier häufig hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturschwankungen herrschen. Ein kühler, dunkler Schrank im Schlafzimmer eignet sich oft besser. Arzneimittel sollten in ihrer Originalverpackung verbleiben, da diese häufig licht- und luftundurchlässig ist und wichtige Informationen zur Lagerung enthält.

Kontrolle beim Kauf – Qualität beginnt in der Apotheke

Bereits beim Kauf von Arzneimitteln sollte man darauf achten, dass Transport und Lagerung kontrolliert stattgefunden haben. Arzneimittel dürfen in der Regel Temperaturen über 25 °C nicht ausgesetzt sein. Apotheken sind gesetzlich verpflichtet, die Einhaltung dieser Temperaturgrenzen zu dokumentieren. Dies geschieht mithilfe von Temperaturprotokollen und speziellen Medikamentenkühlschränken, in denen die Temperaturen kontinuierlich überwacht werden. Diese Maßnahmen dienen der Sicherheit der Patienten und gewährleisten die Wirksamkeit der Medikamente bis zum Ablaufdatum.

Transport im Sommer

Beim Transport, etwa auf dem Weg von der Apotheke nach Hause oder während einer Reise, ist besondere Vorsicht geboten. Medikamente sollten nie im heißen Auto zurückgelassen werden – insbesondere nicht im Kofferraum oder Handschuhfach, wo Temperaturen schnell über 60 °C steigen können. Für empfindliche Präparate empfiehlt sich der Einsatz von Kühltaschen mit Kühlelementen.

Auf Flugreisen gehören Medikamente ins Handgepäck, da im Frachtraum sehr niedrige Temperaturen herrschen können. Für kühlpflichtige Arzneien ist es ratsam, eine ärztliche Bescheinigung mitzuführen und sich im Vorfeld über die Transportbedingungen der Fluggesellschaft zu informieren.





In Ihrer Apotheke können Sie sich schon beim Kauf zu Transport und Lagerung Ihrer Medikamente informieren.







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